Wie tief ein Mensch sinken kann

Glauben ist nicht wissen

Auf der Fraueninsel im Chiemsee gibt es einen kleinen Friedhof, mit dem privaten Grab der Familie von Generaloberst Jodl. Der durfte am 7. Mai die Kapitulation der Wehrmacht unterschreiben und wurde später von den Siegermächten als Kriegsverbrecher hingerichtet. Seine Asche wurde in der Isar verstreut, auf dem Familiengrab gibt es nur einen Grabstein mit seinem Namen.

Das wiederum hat einen Münchner „Künstler“ gestört, der den Grabstein mehrmals mit blutroter Farbe „verziert“ hatte und eine eigene Gedenktafel mit der Überschrift „Kriegsverbrecher“ angebracht hat. Ich frage mich, wie tief ein Mensch sinken kann, wenn er einem Toten nicht einmal seinen Grabstein gönnt. Falls dieser „Künstler“ tatsächlich ein persönliches Motiv hat – warum richtet sich sein Haß dann nicht gegen die Feinde, die an jenem Krieg eindeutig mehr Schuld tragen als Generaloberst Jodl? Ganz davon abgesehen, ein Nachkriegsgeborener sollte nicht hassen. Und er sollte keine Gewalt gegen Sachen verüben oder über Menschen herziehen…

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