Gutsprech, Grünsprech & Co. Ein Plädoyer für die Rückkehr zur Realität

Glauben ist nicht wissen

 
Wann haben wir eigentlich aufgehört, das Kind beim Namen zu nennen? Die Dinge korrekt zu beschreiben und schonungslos zu offenbaren? Wann haben wir stattdessen begonnen, kollektiv um den heißen Brei herumzureden? Von Aktivisten statt von Terroristen zu sprechen? Von Rettungspaketen statt Insolvenzverschleppung? Von Schleusern statt Menschenschmugglern, oder von Kinderehen statt Pädophilie? Einen genauen Zeitpunkt zu benennen, wann das Zeitalter des Beschwichtigens und Schönredens eingesetzt hat, dürfte schwierig sein. Vielmehr hat sich vor langer Zeit ein schleichender Prozess in Gang gesetzt, der besorgniserregende Dimensionen erreicht hat. In dessen Verlauf nach und nach mehr und mehr Denk- und Sprechverbote etabliert wurden.  Ein Problem kann nur gelöst werden, wenn man es konkret als Problem bezeichnet, statt verharmlosende Etikettierungen zu verwenden. 
Genau da liegt die Krux. Die herrschende Klasse und ihre medialen Helfer wollen keine Probleme benennen und schon gar nicht lösen. Es würde einem Eingeständnis von Fehlern gleichkommen und zum Handeln verpflichten.

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