Dieser Krieg wird heiß – Kopp Online

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War der »Brexit« ein unvorhersehbarer Unfall, oder war er vielmehr ein geschickt eingefädeltes Manöver der internationalen Finanzelite? George Soros, einer der Handlanger der mächtigsten Familie auf Erden, hatte offiziell vor einem Austritt Englands aus der EU gewarnt, gleichzeitig aber hohe Wetten auf den Austritt abgeschlossen und damit sehr viel Geld verdient. Es scheint, als wollten er und seine britischen Hintermänner diesen Austritt. Und die Warnungen davor sollten nur das Bild verzerren und die Wettquoten verbessern.

Ich denke, dass die Überraschung und das Entsetzen vieler mächtiger Beteiligter über den Ausgang des Brexit-Votums nur gespielt waren. Manche Politiker hingegen dürften wirklich kalt erwischt worden sein, weil man sie im Vorfeld nicht informiert hatte und ihnen eine Lektion erteilen wollte. Wann immer das große Geld und die auf Destabilisierung bedachten Transatlantiker Verwirrung schaffen können, tun sie es auch, da es ihnen ihr Spiel erleichtert. Die Lage in der EU war verfahren, das Volk war wütend, und die etablierten Politiker klebten regungslos an ihren Stühlen fest. Nun wurde eine Panik erzeugt und die Karten können neu gemischt werden. Das perfekte Umfeld für große Umgestaltungen.

In den letzten Tagen überschlugen sich die Medien weltweit mit grotesken Horrorszenarien über die möglichen Folgen eines Ausstiegs der Briten aus der EU. Es wurde ein kollektives Feld der Angst und Verunsicherung geschaffen, ein Umfeld, in dem sich das eine Prozent sowie die von ihm geführten Banken und Thinktanks so richtig wohl fühlen, da Angstenergie ihr Lebenssaft ist. Der Brexit ist die neue, große, künstlich geschaffene Katastrophe.

Diesem emotional aufgeheizten Event können Politiker und Wirtschaftsbosse nun künftig alles, was in Wirtschaft und Politik schieflaufen wird, zuschreiben. Wenn demnächst Währungen abstürzen, Banken und Versicherungen pleitegehen, oder Politiker sehr unpopuläre Entscheidungen treffen, dann wird man die Schuld dafür dem englischen Volk in die Schuhe schieben, weil es »zu blöd war«, zu verstehen, dass die EU die beste Erfindung seit geschnittenem Brot ist.

Dabei muss man klar sagen, dass niemand weiß, was die Folgen dieses »Brexit« sein werden, zumal er noch nicht einmal beschlossene Sache ist. Weder muss die englische Regierung dem Votum der Bürger folgen, noch ist klar, wann überhaupt der Antrag für den Austritt gestellt wird. Doch die mediale Panikmache führte bereits dazu, dass angeblich mehr als 3 Millionen Engländer eine Petition über eine Wiederholung des Referendums forderten. Wir sehen bereits seit einiger Zeit einen europaweiten Trend zunehmend antidemokratischen, linken Verhaltens. In dem speziellen Fall aber geht dies über das Maß nationalen Wahlbetrugs hinaus, da zahlreiche erfundene Unterzeichner der Petition offenbar aus dem Ausland – zum Teil auch aus Nordkorea oder aus der unbewohnten Antarktis – stammen sollen.

Meiner Meinung nach muss der Austritt der Engländer (oder Briten) aus der EU überhaupt keine negativen Folgen haben, denn für die englische Wirtschaft und die englische Währung könnte er mittel- bis langfristig von großem Vorteil sein, da sie sich nicht mehr einem Haufen Orientierungsloser in Brüssel unterwerfen müssen. Während die durchschnittliche offizielle (!) Arbeitslosenquote im April 2016 in der Euro-Zone bei 10,2 Prozent lag waren bei den Briten nur 4,9 Prozent der Erwerbsfähigen arbeitslos.

Die Briten müssten künftig keine Flüchtlinge mehr aufnehmen und sie bräuchten sich nicht mehr an die EU-Menschenrechtskonvention zu halten. Ihre Sicherheitslage würde sich massiv verbessern. Zudem müssten die Engländer künftig nicht mehr für Ungarn, Bulgarien, Litauen, Polen. Lettland, Rumänien, Griechenland, Estland, Malta, Slowenien, Tschechien, Portugal, Slowakei, Zypern, Kroatien, Luxemburg, Spanien und Irland bezahlen. Damit sollten sie sich rund 5 Milliarden Euro jährlich ersparen.

Die müssten dann künftig die Niederlande, Deutschland, Schweden, Finnland, Österreich, Belgien, Frankreich, Dänemark und Italien mit übernehmen. Dennoch könnte auch die EU vom Brexit profitieren, weil England das einzige Land war, das immer im großen Stil quergeschossen hat und die Macht der EZB und der EU-Bürokraten beschränkte. Nun gibt es niemanden mehr, der die finsteren Pläne des Herrn Draghi durchkreuzen kann, da Deutschland als die einzig verbliebene Führungsnation in der EU längst allen Widerstand gegen Brüssel aufgegeben hat.

England hatte Deutschland nach dem Mauerfall in den Euro gezwungen, selbst aber sein Pfund behalten. Heute hat man Deutschland da, wo man es haben wollte, nämlich geschwächt und in Auflösung begriffen. Der Chefroboter mit Namen Angela Merkel erfüllt die Vorgaben derer, die ihn dirigieren, vorbildlich.

Sicher, der mögliche Austritt der Engländer aus der EU könnte andere europäische Staaten auf komische Gedanken bringen, was zahlreiche Politiker jüngst dazu veranlasste, mit düsteren Bildern vor weiteren Austritten zu warnen. Doch wer soll der Deutschen fast humanoid aussehenden Maschine mit dem Hosenanzug nach dem Austritt Englands noch die Stirn bieten?

Der deutsche Außenminister Steinmeier (der gelegentlich noch menschliche Züge zeigt) erklärte am Wochenende nach dem Brexit-Referendum fast verzweifelt, »dass wir uns dieses Europa nicht nehmen lassen« und »dass diese Zusammenarbeit Bestand haben muss«. Beide Aussagen sind sehr aufschlussreich, wenn man weiß, dass die EU in ihrer heutigen Form von den USA erdacht und gestaltet worden ist. Ich habe dies ausführlich in meinem jüngsten Buch beschrieben: »Die Idee einer vereinten europäischen Nation wurde bereits in den späten 1940er-Jahren von CIA-Mitarbeitern erdacht und finanziert. Das Committee for a United Europe wurde 1948 gegründet. Geleitet wurde es von General William J. Donovan. Sein Stellvertreter war der spätere CIA-Direktor Allen Dulles. Das belegen US-Geheimdienstdokumente die im Jahr 2000 freigegeben wurden.« Auf ihr Betreiben entstanden die Europäische Föderalistische Bewegung, und ab 1955 das Aktionskomitee für die Vereinigten Staaten von Europa.

Indirekt macht Steinmeier also klar, dass die USA sich die EU nicht nehmen lassen und mit allen Mitteln dafür sorgen werden, dass sie Bestand hat – mit oder ohne England. Ein Ausscheiden Englands aus dem Bündnis ist für die USA kein Problem, da die Briten ohnehin die engsten Verbündeten der Amerikaner sind, und man manchmal nicht weiß, wer hier der Herr und wer der Hund ist, da ihre Beziehung zueinander extrem symbiotisch ist, und die entscheidenden Familien zu beiden Seiten des Atlantiks die Fäden ziehen.

Damit wären wir beim Thema »USA«. Sollte Hillary Clinton – von ihren Gegnern oft wenig liebevoll »Killary« genannt ‒ die erste US-Präsidentin werden, dann stehen uns allen stürmische Zeiten bevor. Denn Clinton ist die »gekaufte und bezahlte Repräsentantin der Großbanken, des militärischen Sicherheitsapparates und der Israel-Lobby« wie der ehemalige stellvertretende US-Finanzminister Paul Craig Roberts im Juni 2016 auf Counterpunch schrieb.

Dass der militärisch-industrielle Komplex die Entscheidungen von Politikern sehr stark beeinflusst, ist kein Geheimnis. Dass er eine der treibenden Kräfte hinter dem neuen Kalten Krieg gegen Russland ist, auch nicht. Den wenigsten Menschen zu beiden Seiten des Atlantiks scheint jedoch klar zu sein, wie gefährlich »Killary« wirklich ist. Doch wenn man betrachtet, dass zwei ihrer wichtigsten Mitarbeiter, die in ihrem künftigen Kabinett sehr viel Macht bekämen, absolute Kriegstreiber sind, dann wird einem klar, dass der neue Kalte Krieg mit Russland schnell zu einem Heißen Krieg werden könnte.

Clintons enge Vertraute, Vize-Außenministerin Victoria Nuland, zuständig für Europa und Eurasien, war unter anderem für den Umsturz in der Ukraine und für die Neugestaltung des dortigen Parlaments verantwortlich. Sie gilt als heiße Kandidatin für den Posten der US-Außenministerin unter Clinton. Nuland steht für eine harte Haltung gegenüber Russland, ebenso ihr Mann, Robert Kagan, der Mitbegründer der berüchtigten neokonservativen Denkfabrik Project for the New American Century (PNAC) war, das für den neuen Kalten Krieg verantwortlich zeichnet.

Das PNAC hatte so vehement für einen Krieg gegen Russland geworben, dass es 2006 aufgelöst und durch die Foreign Policy Initiative ersetzt wurde, die nun ebenfalls von Robert Kagan beeinflusst ist. Sein Bruder Fred ist Mitglied im konservativen mächtigen American Enterprise Institute, das für die ständige Erhöhung des US-Rüstungsbudgets zuständig ist und an der Vorbereitung zu allen Kriegen der letzten Jahrzehnte beteiligt war. Freds Frau, Kimberly Kagan, ist eine bekannte Militär-Historikerin und die Gründerin und Präsidentin des Institute for the Study of War, das großzügig von Rüstungskonzernen unterstützt wird. Diese Israel-Lobby verspricht zudem einen heißen Konflikt mit dem Iran, den Israel als seinen größten Feind ansieht. Der Iran aber wird von Russland beschützt, was uns wieder zurück zum Kernkonflikt bringt.

Hillary Clinton ist nicht nur eng mit der Wall Street und dem militärisch-Industriellen Komplex verbunden, sondern sie schafft es auch, als rechte Linkskandidatin vielen konservativen Rechten in den USA zu gefallen. Sie ist die perfekte Marionette für die wirklich Mächtigen, weil sie wie Angela Merkel berechenbar und zuverlässig ist. Wenn »Killary« US-Präsidentin wird – was sehr wahrscheinlich ist –, dann stehen die Zeichen auf Krieg mit Russland. Ein solcher Krieg würde wie immer auf europäischem Boden ausgetragen, weshalb er die Amerikaner ‒ wie alle anderen Kriege auch ‒ wenig tangieren würde. Für das amerikanische Volk ist ein bewaffneter Konflikt mit Russland so abstrakt wie einer auf dem Mars. Daher interessiert es sie auch nicht, dass die USA und die NATO nicht ansatzweise in der Lage wären, Russland militärisch zu besiegen. Die Russen sind den Amerikanern in vielen militärischen Bereichen deutlich überlegen.

Wenn die Europäer einen Dritten Weltkrieg verhindern wollen, dann sollten sie jetzt aktiv werden und Druck auf die eigene Politik ausüben. Donald Trump ist als nächster US-Präsident unwahrscheinlich, da er für die meisten Beteiligten unberechenbar ist. Er wettert gegen TTIP und plädiert für eine friedliche Annäherung an Russland. Er hetzt gegen die politische Kaste in Washington ebenso wie gegen die Wall Street oder gegen Einwanderer, Schwule und Lesben. Es gibt kaum jemand, den er im Wahlkampf bislang nicht verärgert hat. Dennoch hat er Außenseiterchancen, weil viele US-Amerikaner – ähnlich wie viele Europäer – das alte System (das Clinton verkörpert) einfach leid sind und nahezu alles oder jeden wählen würden, nur um irgendetwas zu verändern.

In der Zwischenzeit hat Friedensnobelpreisträger Barack Obama längst die Waffen gestreckt. Er lässt zu, dass immer mehr US-Truppen und Material unter dem Mäntelchen der NATO nach Europa verlagert werden und dort die europäische Ostflanke auf einen Krieg mit Russland vorbereiten. Schon hat die NATO die Brexit-Verwirrung Europas ausgenutzt und fordert mehr Kompetenzen und mehr Macht in Europa, da die EU ohne England militärisch zu schwach sei und des Schutzes der NATO bedürfe. Die NATO soll also künftig statt der EU die europäischen Staaten zusammenhalten, was im Falle eines gewalttätigen Scheiterns der EU die Reichen vor den Armen schützen soll. Wenn man weiß, dass der NATO-Oberbefehlshaber immer ein US-General und sein Stellvertreter immer ein britischer General ist, dann erkennt man, dass sich eigentlich für Europa nichts geändert hat, außer dass die USA und die Briten nun mehr Macht ausüben können als zuvor, und die Rüstungsindustrie wieder Hochkonjunktur hat. Die Geier kreisen über Europa.

Unser Wirtschaftssystem ist längst gescheitert und wird nur durch massive Interventionen noch behelfsmäßig am Leben gehalten. Der Zusammenbruch von Banken, Versicherungen, ja ganzen Staaten und Währungen, ist unausweichlich. Einzig der Zeitpunkt des nächsten großen Systemcrashs kann beeinflusst werden, und das wird er auch. Der mögliche »Brexit« könnte für alle Verantwortlichen des Scheiterns ein willkommenes Ereignis sein, weil sie ihre Schuld auf andere abwälzen können.

Das Jahr 2016 dürfte noch sehr turbulent werden, und ich kann nur jedem raten, sich Gedanken über die eigene finanzielle Absicherung zu machen, denn selbst wenn wir in naher Zukunft einen großen, neuen Krieg verhindern können, werden der Zerfall der EU, der Bankrott der Lebensversicherer und zahlreicher Banken und Staaten verheerende Auswirkungen auf unser aller Wohlstand haben. Der Sommer ist meist die beste Zeit, um Gold, Silber und Minenaktien zu kaufen. Physisches Gold und Silber sind die beste Versicherung gegen einen großen Crash, wie er uns demnächst bevorsteht. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten, denn der richtige Kauf und die richtige Lagerung sind dabei entscheidend. Wer zu faul ist, mein Buch Der Goldkrieg zu lesen, dem möchte ich dennoch einen gut gemeinten Rat mit auf den Weg geben: Traue niemals einer Bank!

Das gegenwärtige Chaos in Europa ist hausgemacht und unnötig. Alles ist gewollt, so wie es ist. Ich will hier gar nicht über die Flüchtlingskrise sprechen, auch wenn sie uns noch kolossale soziale und wirtschaftliche Probleme bescheren wird. Aber ich möchte auf die Tatsache verweisen, dass derzeit alles getan wird, um Russland zu provozieren und als das Böse schlechthin darzustellen. Russische Sportler sind anscheinend die Einzigen, die dopen, russische Hooligans die Einzigen, die schlagen und russische Politiker die Einzigen, die lügen. Angeblich verlegen die USA Unmengen an Kriegsgerät nach Europa, weil Russland eine akute Bedrohung für die Europäer darstelle. Wann werden die Europäer wohl begreifen, dass Merkel die Sanktionen gegen Russland nur aufrechterhält, weil die Amerikaner es so wollen?

Ich frage mich, wie lange sich die breite Masse der Europäer noch für blöd verkaufen lässt. Die Quoten der Buchmacher in den Tagen vor dem englischen Referendum waren völlig verfälscht, da einige Großwetten platziert wurden, die den bis dahin klaren Vorsprung der EU-Gegner plötzlich in einen Vorsprung der EU-Freunde verwandelten. Damit wollten die Mächte hinter Merkel & Co die Stimmung der Engländer und den Ausgang des Referendums beeinflussen.

Sie haben aber auch die Finanz- und Aktienmärkte auf eine völlig falsche Fährte gelockt, weil die meisten Teilnehmer sich sicher waren: Wenn Goldman Sachs, George Soros und seine Hintermänner, die Rothschilds, für einen Verbleib in der EU werben, dann haben sie auch die Macht, ihn zu bewerkstelligen. Die haben sie ohne Zweifel. Doch sie wollten diesen Verbleib offenbar nicht und haben alle zum Narren gehalten. Damit haben sie Abstürze an den Börsen und den Devisenmärkten ausgelöst, und davon im großen Stil profitiert. Man sollte sich immer daran erinnern, dass Geld nie verloren geht, es wechselt nur den Besitzer!

Das Brexit-Votum war nur ein weiterer Coup der globalen Machtelite. Ihr Ziel ist und bleibt die Unterwerfung Europas und die Zerschlagung seiner Nationalstaaten. Sie setzen alles daran, nationale Identitäten zu zerstören, damit es am Ende keine stolzen Deutschen oder Tschechen mehr gibt, sondern nur noch ein geschichts- und identitätsloses Mischvolk, über das die Hintermänner in London und Washington nach Belieben verfügen können. Die EU wird zerfallen und England wurde nun rechtzeitig aus dem kommenden Chaos herausgenommen, indem es künftig nicht mehr durch Knebelverträge an Brüssel gebunden ist. Niemand von uns kann künftig auf staatliche Hilfe zählen. Wer noch nicht für sich vorgesorgt hat, sollte es schnellstens tun. Der Brexit war nur der Anfang. Chaos ist vorprogrammiert, gewollt und gesteuert. Bleiben Sie ruhig, denken Sie und handeln Sie!

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Quelle: Dieser Krieg wird heiß – Kopp Online

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