Terrorismus: Alles halb so wild?

pressefreiheit24

Von Alex Feuerherdt

Eine Schweizer Tageszeitung verharmlost durch einen absurden Vergleich den islamistischen Terrorismus und spricht damit dessen Opfern Hohn. Zugleich verengt sie ihren Blickwinkel dermassen, dass sie völlig ausser Acht lässt, welche globalen Ziele die Attentäter verfolgen.

Drei Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel erschien im Zürcher «Tages-Anzeiger» ein Beitrag von Constantin Seibt, «Reporter Recherche» bei dieser Zeitung, der im Netz so viel Aufmerksamkeit, Lob und Bekanntheit erfuhr wie kaum ein anderer im deutschsprachigen Raum zu den Attacken in der belgischen Hauptstadt. «Fürchte dich nicht», lautete sein Titel, und die Unterzeile nahm das Ergebnis des Textes vorweg: «Betrachtet man die Statistiken, ist der islamistische Terrorismus in Europa erstaunlich erfolglos.» Denn seit den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001, schrieb Seibt, hätten islamistische Attentäter in Westeuropa und den USA zwar etwa 450 Menschen ermordet, und gewiss sei jeder dieser Morde grausam. Doch es gebe Gefährlicheres:…

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