Weltweite Aktienmärkte brechen weiter ein, während Öl fällt und Gold rasant steigt | N8Waechter.info

Von Michael Snyder

michael snyder FBAktienmärkte auf der ganzen Welt kollabieren weiter, während diese neue globale Finanzkrise weiter an Fahrt aufnimmt. In den USA verlor der DOW am Donnerstag 254 Punkte und ist jetzt an fünf aufeinanderfolgenden Tage gefallen. Europäische Aktien werden weiter ausgelöscht und Finanz-Institute geben die Richtung vor.

Aber was diese Woche in Japan passiert ist, war am ernüchterndsten. Nachdem der Nikkei-Index an einem Tag um 918 Punkte gefallen war, fiel er am frühen Freitag um weitere 760 Punkte. Der Nikkei ist nun an sieben der vergangenen acht Tage gefallen und Investoren in Japan sind in vollem Panik-Modus. Insgesamt sind Aktien jetzt weltweit deutlich im Bären-Territorium und annähernd 17 Billionen Dollar an globalen Aktienmarkt-Vermögen wurden bereits ausgelöscht.

Während die Panik zunimmt, suchen Investoren nach alternativen Investments. Am Donnerstag erreichte der Goldpreis $ 1.260 die Unze, bevor er wieder ein Stück absackte. Aber selbst mit dem Rückgang am Ende des Tages war es immer noch der größte Tageszuwachs seit mehr als zwei Jahren. Insgesamt hat Gold seine beste Quartals-Performance seit 30 Jahren zu verzeichnen.

Wann immer eine Finanzkrise ausbricht, suchen Investoren sichere Häfen wie Gold auf, welches ihnen durch den Sturm helfen kann. Insbesondere die Nachfrage nach physischem Gold geht überall auf dem Planeten durch die Decke. Schauen Sie sich nur den folgenden Auszug aus einem Telegraph-Artikel mit dem Titel: »Investoren ‚verrückt‘ nach Goldbarren, während die weltweiten Aktienmärkte taumeln« an:

BullionByPost, Großbritanniens größter Online-Goldhändler, sagte, man habe bereits Rekord-Tagesumsätze in Höhe von £ 5.6 Millionen erzielt, da sich Händler, aufgrund der Befürchtung, dass die Welt am Rande einer weiteren Finanzkrise steht, auf Gold stürzen.

Rob Halliday-Stein, Gründer und Geschäftsführer der in Birmingham ansässigen Firma, sagte, dass die Einnahmen heute bereits den alten Tagesrekord von £ 4.4 Millionen vom Oktober 2014 überschritten haben.

BullionByPost nimmt über ihre Webseite Online-Aufträge von bis zu £ 25.000 und über Telefon auch höhere Beträge an. Über Nacht habe man Hunderte an Aufträgen erhalten und heute morgen habe es eine hektische Anzahl an Anrufen gegeben.

Derweil fällt der Ölpreis weiter auf erstaunliche neue Tiefs. Am Donnerstag fiel der Preis für US-Öl auf $ 26,21, den niedrigsten Preis seit 13 Jahren. Nicht einmal während der schlimmsten Momente der vergangenen Finanzkrise ist Öl jemals so tief gefallen. Bedenken Sie, dass der Ölpreis noch im Juni 2014 bei etwa $ 108 das Barrel stand. Seitdem ist er um rund 75 Prozent gefallen.

Unnötig zu erwähnen, dass dieser Crash sehr ernsthafte Konsequenzen für die Energie-Industrie hat. Jüngst hatte ich geschrieben, dass 42 Nord-Amerikanische Energie-Unternehmen seit Anfang vergangenen Jahres bankrott gegangen sind. Gerade erst habe ich herausgefunden, dass die wahre Zahl noch viel schlimmer ist. Nach Angaben von CNN haben »67 US-Öl- und Erdgas-Unternehmen 2015 Konkurs angemeldet«:

Hohe Zahl an Konkursen in der amerikanische Öl-Branche.

Nach Angaben des Consulting-Unternehmens Gavin/Solmonese haben 67 US-Öl- und Erdgas-Unternehmen 2015 Konkurs angemeldet. Dies entspricht einer Steigerung von 379 % im Vergleich zum Vorjahr, als der Ölpreis noch deutlich höher lag.

Nachdem der Ölpreis in den vergangenen Wochen weiter gefallen ist, sind in den ersten fünf Wochen dieses Jahres fünf weitere Gasproduzenten dem Bankrott anheim gefallen, so die in Houston ansässige Kanzlei Heynes and Boone.

Viele Menschen neigen dazu zu denken, dass alles was ich schreibe nur “Untergangsszenarien“ sind, die Wahrheit ist jedoch, dass ich allzu oft untertreibe, im Vergleich dazu wie schlimm die Dinge tatsächlich stehen. Oft berichte ich von einer Zahl und finde danach eine upgedatete Zahl, die noch viel schlimmer ist, als die von mir berichtete.

Was unbedingt notwendig ist, ist dass der Ölpreis wieder steigt. Leider sagt die Internationale Energiekommission, dass dies in nächster Zeit kaum geschehen wird:

Die Internationale Energiekommission sagte Anfang dieser Woche, dass sie erwartet, dass das Überangebot beim Öl das ganze Jahr Bestand haben wird. »Angesichts der Überflutung des Ölmarktes ist schwer vorstellbar, wie die Ölpreise kurzfristig signifikant steigen sollen.«, so die IEK in ihrem Monatsbericht.

Das alles sind natürlich unglaublich schlechte Nachrichten für die Finanz-Institute auf der ganzen Welt. In Zeiten des Booms haben große Banken Energie-Unternehmen mit Krediten überhäuft. Jetzt werden diese notleidend und die großen Banken leiden darunter. CNN berichtet:

Es ist niemals ein gutes Zeichen, wenn die finanziellen Rettungsleinen eines Landes unter Stress stehen. Große US-Banken, wie J.P. Morgan (JPM) und Wells Fargo (WFC), die bei der Finanzierung des Energie-Booms geholfen haben, legen bereits Milliarden für die Deckung potenzieller Verluste in der Öl-Industrie an die Seite.

Investoren sind über implodierende Energie-Kredite bei europäischen Banken, wie der Deutschen Bank, besorgt. Schrottanleihen werden sich in Ihrem Investment-Portfolio ebenfalls nicht gut machen – Standard & Poor’s warnte davor, dass die Hälfte aller Energie-Schrottanleihen dem Risiko ausgesetzt sind, notleidend zu werden.

Wenn wir schon von der Deutschen Bank sprechen, deren Aktienkurs ist am Donnerstag weiter gefallen, genau wie die Aktienkurse der meisten anderen europäischen Banken. Besonders schlecht erging es der französischen Société Générale, deren Kurs allein am Donnerstag um 12 Prozent einbrach.

So sieht eine globale Finanzkrise aus. Sie begann während der zweiten Jahreshälfte im vergangenen Jahr und beherrscht inzwischen die Schlagzeilen auf dem ganzen Planeten.

Mittlerweile stehen die Dinge bereits so schlecht, dass die Eliten darüber ausflippen, was dies für sie womöglich bedeuten könnte. Lesen Sie die folgenden zwei Absätze bitte mit Bedacht. Sie stammen aus einem Leitartikel des Telegraph, den ich heute früh gefunden habe:

Wir sind zu anfällig, finanziell wie auch psychologisch. Unsere Volkswirtschaften, Kulturen und die Politik zahlen nach wie vor einen hohen Preis für die Große Rezession. Ein weiterer Kollaps, insbesondere wenn er von einem neuen Banken-Bailout durch den Steuerzahler begleitet wird, würde eine kataklystische und unkontrollierbare Reaktion zur Folge haben.

Die Öffentlichkeit, deren Vertrauen in die Eliten und den Privatsektor nach 2007-2009 schwer erschüttert war, würde schlichtweg nicht mitmachen. Der Zorn wäre so explosiv, so allumfassend, dass er das Überleben des Freihandels, der Globalisierung und der marktbasierten Wirtschaft gefährden würde. Es würde zu Forderungen nach Lohn- und Preiskontrollen, zu ultra-progressiven Strafsteuern, einem Krieg gegen die City und willkürlichen Gefängnisstrafen kommen.

Ich denke, der Autor dieses Leitartikels liegt damit richtig. Ich glaube ebenfalls, dass eine weitere Finanzkrise in der Größenordnung von 2008 eine “kataklystische und unkontrollierbare Reaktion zur Folge haben“ wird. Tatsächlich glaube ich, wir fahren im Moment mit Volldampf darauf zu.

Den Zorn des amerikanischen Volkes gegenüber dem Establishment können wir bereits in seiner Unterstützung für Bernie Sanders und Donald Trump erkennen. Wenn aber das Finanzsystem vollständig zusammenbricht und es immer offensichtlicher wird, dass keins der Probleme vom letzten Mal jemals gelöst wurde, wird die Frustration alles sprengen.

Viele Menschen haben geglaubt, dass dieser Tag der Abrechnung niemals kommen würde. Aber jetzt ist er da. Der “kommende Albtraum“ ist über uns und dies ist nur der Anfang.

Der Rest des Jahres 2016 verspricht sogar noch chaotischer zu werden und diese neue Krise wird sich schlussendlich als viel schlimmer herausstellen, als was wir seinerzeit 2008 erlebt haben.

 

Quelle: Weltweite Aktienmärkte brechen weiter ein, während Öl fällt und Gold rasant steigt | N8Waechter.info

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