Sturmwarnung an den Börsen: Die Weltwirtschaft befindet sich auf steiler Talfahrt | crash-news.com


crash-news.com meint dazu:

Dem aktuellen Trend nach kratzt der DAX schon bald wieder an der 9.000er Marke, diesmal allerdings von unten. So tief stand er zuletzt im Oktober 2014, vor seinem massiven Aufplustern. Dank billigen Geldes wurden aber nicht nur der Deutsche Aktienindex, sondern weltweit die meisten Märkte aufgeblasen. All diese dünnen Seifenblasen stehen jetzt jedoch vor dem Platzen.

Während ein paar abgesagte Faschingsumzüge wegen eines etwas stärkeren Lüftchens sicherlich keine Katastrophe bedeuten, außer vielleicht für ein paar verrückte Jecken, wird sich die leichte Brise an den Börsen schon bald in einen fatalen Jahrhundertsturm verwandeln und alles zerfetzen, was sich Papiergeldwerte nennt.

Da mögen sich die Statistiker in Washington noch so große Mühe geben, um die eigenen Arbeitslosenzahlen zu schönen, an der verheerenden Lage der US-Wirtschaft ändern diese Tricksereien nichts. Seit 14 Monaten geht es bereits abwärts mit den Industrieaufträgen, ein klares Signal für eine Rezession.

Auch in China laufen die Geschäfte nicht mehr rund, die dortigen Börsen haben seit Jahresbeginn den Negativtrend vom Sommer 2015 fortgesetzt und für schwere Unruhen an den Märkten weltweit gesorgt. Wenn das Land des Lächelns aufgrund dieser Entwicklung seine Währung weiter abwertet, vergrößert sich das Ungemach insbesondere im Westen noch mehr, da unsere Produkte in China dadurch teurer werden.

Die Gesamtsituation an den Finanzmärkten ist derzeit extrem fragil. Es genügt ein größeres Ereignis, um eine Art Kettenreaktion auszulösen. Sei es eine größere Bankenpleite, ein plötzlich zahlungsunfähiges Euro-Land oder sogar ein eindrücklicher Terroranschlag, was danach passiert, will sich wohl kaum einer der in dieser Branche tätigen Akteure vorstellen.

Dennoch wird der Kollaps kommen. Es ist schlicht und ergreifend ein mathematisches Gesetz. Wer etwa glaubt, diejenige Politik, welche uns die aktuellen Probleme eingebrockt hat, könnte diese auch wieder beseitigen, ist mehr als bloß schief gewickelt, sondern ganz einfach nur dämlich. Leider ist die Mehrheit der Wähler tatsächlich so dumm.

Ähnliches gilt für das Finanzsystem: Zu glauben, die allseits überbordende Schuldenproblematik ließe sich mit immer neuen und immer mehr Schulden bereinigen, zeugt schon von einem ziemlich schlichten Gemüt oder aber derjenige wurde Opfer jahrzehntelanger Gehirnwäsche.

Aufgrund des mangelhaften Verständnisses über die zugehörigen Zusammenhänge ist es jedoch möglich, der Masse ein Märchen nach dem anderen zu erzählen. Zwar weiß im Prinzip jeder, dass unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten genauso unmöglich ist wie eine exponentielle Vergrößerung des eigenen Vermögens. Trotzdem gibt es Millionen von Menschen, die etwa bei den unzähligen existierenden und genauso aufgebauten Multilevelmarketing-Systemen mitmachen, einfach, weil die Gier größer als der eigene Verstand ist.

Umso schlimmer wird das Erwachen sein, wenn sich eines nahen Tages Dinge ereignen, welche sich zuvor niemand auszumalen wagte. Fragen Sie einmal Ihren Nachbarn, ob er sich vorstellen kann, eines Morgens vor verschlossenen Türen seiner Hausbank zu stehen, nur um später aus dem Radio zu erfahren, diese und weitere Banken werden wohl so schnell nicht wieder öffnen.

Obwohl die Konsequenzen auch ihm klar wären, nämlich umgehend sein Vermögen bei diesem Institut abzuheben und in Sicherheit zu bringen, käme er hier natürlich reichlich zu spät. Zu ist zu. Jetzt zu behaupten, so etwas könne sich bei uns nicht ereignen, beispielsweise wegen des Einlagensicherungsfonds, ist die typische Ausrede dafür, weiterhin sein gesamtes Sparguthaben in Form von Einsen und Nullen auf einer ordinären Bank-Festplatte speichern zu lassen.

Selbst die Ereignisse in Zypern mit Bankrun, Bankfeiertagen und knallharten Abhebegrenzen nach der Wiedereröffnung der Institute vor knapp drei Jahren haben hierzulande kaum jemanden aufgeweckt, genausowenig wie die Schließungen der Banken und die massiven Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland seit dem dortigen Beinahezusammenbruch in 2015.

Das kann und wird bei uns einfach nicht passieren – so glauben wenigstens die meisten Deutschen. Gegen einen starken Glauben ist sicherlich nichts einzuwenden, wenn es denn an das Richtige ist. Doch daran darf bei der Masse in unserem Land durchaus stark gezweifelt werden.

Einzig die reale Erfahrung wird den Leuten schlussendlich die Augen öffnen und ihnen zeigen: „Oh, jetzt ist es zu spät, meine ganzen Lebensersparnisse sind weg.“ Immerhin werden sich die Menschen nicht mehr sehr lange gedulden müssen bis zum Erleben dieser steilen Lernkurve, denn es kann nun wirklich jeden Tag damit losgehen.

 

Quelle: Sturmwarnung an den Börsen: Die Weltwirtschaft befindet sich auf steiler Talfahrt | crash-news.com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s