Dot-Com-Blase 2.0 geplatzt: Tech-Aktien seit Mitte 2015 um die Hälfte eingebrochen | N8Waechter.info

Von Michael Snyder

michael snyder FBErinnern Sie sich noch daran, wie weit Aktien beim Platzen der ersten Dot-Com-Blase gefallen waren? Nun, es passiert wieder und Tech-Aktien sind seit Mitte 2015 bereits um mehr als eine halbe Billion Dollar eingebrochen.

Am Freitag fiel die tech-lastige Nasdaq auf ihre tiefstes Niveau in mehr als 15 Monaten, was aktuell mehr als 16 Prozent vom Höchststand entspricht. Natürlich sind aber einige der größten Namen viel mehr als das gefallen.

Netflix ist um 37 Prozent gefallen, Yahoo um 39 Prozent, LinkedIn um 60 Prozent und Twitter ist um mehr als 70 Prozent abgestürzt. Irrationale Finanzblasen wie diese platzen letztlich immer und viele Investoren, die ganz oben eingestiegen sind, verlieren jetzt außerordentliche Mengen an Geld.

Am Freitag wurden Tech-Aktien absolut zerfetzt, als das Platzen der Dot-Com-Blase 2.0 sich noch einmal beschleunigte. CNBC hat das Blutbad wie folgt zusammengefasst:

Der Nasdaq Composite fiel um 3,25 Prozent, wobei Apple und der iShares Nasdaq Biotechnology ETF (IBB) um 2,67 beziehungsweise 3,19 Prozent fielen.

Der Index wurde auch durch Amazon und Facebook belastet, welche um 6,36 und 5,81 Prozent-Punkte niedriger schlossen. LinkedIn-Aktien brachen nach schwachen Quartalszahlen ebenfalls um 43,63 Prozent ein.

Insgesamt ist LinkedIn jetzt 60 Prozent von seinen Höchststand gefallen, aber sie sind bei Weitem nicht die Einzigen, die das Platzen ihrer Blase bereits erlebt haben. Viele der größten Namen in der Tech-Welt wurden in den vergangenen rund sechs Monaten unbarmherzig weichgeklopft. Schauen Sie sich nur einige der berühmten Marken an, die bereits zwischen 20 und 40 Prozent ihrer Marktkapitalisierung verloren haben:

Yahoo-Aktien (YHOO) sind 39 % gefallen und Netflix (NFLX), die Aktie mit der besten Performance im S&P 500 im vergangenen Jahr, steht jetzt 37 % unter ihrem Jahreshoch. Entsprechend sind Priceline.com (PCLN) um 31 und eBay (EBAY) um 22 % gefallen.

Es gibt aber noch andere, sehr große Tech-Firmen, die einen Aktienkurs-Einbruch erlebt haben, die die vorgenannten Zahlen in den Schatten stellen. Hier einige absolut erstaunliche Statistiken von USA Today:

Twitter und Groupon sind die größten Pleiten dieses Booms. Beide stehen 70 % unter ihren Jahreshochs und damit deutlich unter ihren Emissionskursen. FitBit-Aktien sind um 70 % kollabiert und der Wert von Yelp ist um zwei Drittel gesunken.

Box ist um die Hälfte gefallen, Match.com, die Beteiligungsgesellschaft für Dating-Seiten der Muttergesellschaft Interactive Corp., ist um 39 % von ihrem Höchststand gefallen.

Wenn eine Aktie 70 Prozent ihres Wertes verliert, dann ist das ein kompletter und vollkommener Kollaps.

In der Vergangenheit hatte ich insbesondere Twitter, Yelp und LinkedIn als irrational überteuert herausgestellt. Hoffentlich haben die Leute auf diese Warnungen gehört und sind ausgestiegen, als die Gelegenheit noch günstig war.

Am Anfang des Artikels hatte ich erwähnt, dass Tech-Aktien bereits einen Wertverlust von mehr als 500 Milliarden Dollar zu verzeichnen haben. Die Mitte vergangenen Jahres begonnene Finanzkrise legt nun erheblich an Tempo zu und die Wall Street fängt an in Panik zu geraten.

Während die Aktien crashen wird nun auch auf viele Hedge-Fonds heftigst eingeschlagen. Die folgenden prominenten Namen sind nur einige, die derzeit massive Verluste erleben:

Einige der größten Namen, die Prügel einstecken, sind:

Pershing Square Capital Management, das öffentlich gehandelte Anlageinstrument von Milliardär Bill Ackman, fiel vergangenen Monat um 11 %, nach einem Absturz um 20 % im vergangenen Jahr, so Daten der Webseite.

Glenview Capital von Larry Robbins, bekannt für die Auswahl von Aktien, die von Obamacare profitieren, fiel im Januar um 13,65 %, nach einem Verlust von 18 % im vergangenen Jahr, so berichten Daten aus dem HSBC Hedge Weekly Report, der USA Today in Kopie vorliegt.

Marcato International, ein bekannter Aktivisten-Fond von Ackman-Günstling Mick McGuire, fiel vergangenen Monat um 12,1 %, nach einem 9 %-igen Verlust im vergangenen Jahr, so HSBC.

Wenn man in einem einzigen Monat mehr als 10 Prozent seines Geldes verliert, dann ist das nicht gut. Und wenn ich richtig liege, dann ist dies nur der Anfang unserer Probleme.

Und natürlich bin ich bei Weitem nicht der Einzige, der vor großen Problemen am Horizont warnt. Tatsächlich haben Analysten der Citigroup gerade erst internationale Schlagzeilen gemacht, als sie davor warnten, dass die Weltwirtschaft jetzt in einer »Todesspirale« gefangen sei:

Nachdem es im Januar zu verheerenden Verlusten gekommen war und aufgrund der schwächeren Zahlen aus China und den USA, sind einige Analysten – darunter jene bei Citi – für das laufende Jahr hinsichtlich der Weltwirtschaft jetzt pessimistisch.

»Die Welt scheint im Zirkelbezug einer Todesspirale gefangen zu sein.«, sagten die von Jonathan Stubbs geleiteten Citi-Strategen in einem Bericht vom Donnerstag.

»Der stärkere US-Dollar, niedrige Öl- und Rohstoffpreise, geringere Liquidität im Welthandel und beim Petrodollar, schwache Unternehmensmodelle, globales Wachstum… und wieder von Vorne. Ad infinitum würde dies zu einem Ölmageddon führen, eine “signifikante und synchronisierte“ globale Rezession und zu einem ordentlichen Aktien-Bärenmarkt.«

Anzeichen eines signifikanten wirtschaftlichen Abschwungs zeigen sich überall und so viele der exakt gleichen Muster, die sich in den vergangenen zwei Aktienmarkt-Crashs ausgespielt haben, passieren wieder. Trotzdem weigern sich die meisten Menschen nach wie vor zur Kenntnis zu nehmen, was hier abläuft.

Wenn Sie darauf warten, dass diese neue Dot-Com-Blase crasht, dann können sie damit aufhören – denn es ist bereits passiert. Wenn eine Aktie um 50, 60 oder 70 Prozent fällt, dann ist das Spiel bereits aus.

Aber genau wie 2001 und 2008 werden viele Menschen dort draußen am Ende von ihrer Unentschlossenheit paralysiert sein. Wieder einmal bestehen die Leitmedien darauf, dass es keinen Grund zur Panik gibt und alles in bester Ordnung sein wird und wieder einmal werden Abermillionen normaler Amerikaner vernichtet, während die Finanzmärkte implodieren.

Dies ist jetzt das dritte Mal seit dem Beginn dieses Jahrhunderts, dass so etwas passiert. Wie unbedarft sind wir geworden? Das exakt Selbe passiert wieder und wieder und wir begreifen es immer noch nicht.

Nur dieses Mal wird es im Anschluss keine “Erholung“ geben. Dies ist im Grunde unser “dritter Fehlwurf“ [“third Strike“] und die vor uns liegenden Jahre werden für die meisten Menschen extrem bitter und schmerzhaft werden.

Wenn Sie aber daran glauben wollen, dass einer von diesen Politikern daherkommt und Amerika rettet, dann machen Sie das nur und glauben Sie weiter daran. Die meisten Menschen glauben das, was sie glauben wollen. Die Fähigkeit zum Selbstbetrug, welches viele Amerikaner demonstriert haben, ist einfach absolut bemerkenswert.

 

Quelle: Dot-Com-Blase 2.0 geplatzt: Tech-Aktien seit Mitte 2015 um die Hälfte eingebrochen | N8Waechter.info

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