Jetzt runter von der Titanic des sterbenden Finanzsystems!

Es lässt sich nicht mehr verbergen: Dieses Finanzsystem ist am Ende und befindet sich im freien Fall. Auf den Aktienbörsen der Welt wurden allein in den ersten zehn Tagen des Jahres 3,2 Bio.$ ausgelöscht, und der Zusammenbruch geht weiter. Wie Lyndon LaRouche schon lange vor dem Platzen der Finanzblase 2007 vorhergesagt hatte: Es setzt eine „umgekehrte Hebelwirkung“ ein.

Tatsächlich haben die Wall Street und die Londoner City, als der Absturz der Rohstoffpreise begann, noch zusätzlich gegen Rohstoffe gewettet, um den letzten Blutstropfen aus dem sterbenden System herauszupressen. Wie Reuters am 15.1. meldete, hatten die Leerverkäufe von Energieaktien im Dezember ein Ausmaß wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr.

Die EU-Direktive zur Bankenabwicklung hat alles noch schlimmer gemacht, weil Einleger und institutionelle Anleger aus Angst davor, bei einer Schieflage einer Bank enteignet zu werden, hastig Aktien und Anleihen abstoßen. Zahlen, die der Finanzanalyst Mike Shedlock zusammengestellt hat, bestätigen unsere Einschätzungen: Sie zeigen eine massive Kapitalflucht (Einlagenabzug) aus Südeuropa, besonders Italien, nach Banken in Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden. Diese neuen Einlagen werden dann umgehend bei der Europäischen Zentralbank (EZB) deponiert, obwohl die nur Negativzinsen von -0,3% bietet.

Unter der Überschrift „Europa hat Angst vor dem Bail-in“ erläutert Shedlock auf finance-townhall.com die Ursachen der Kapitalflucht: „Angst vor Bail-ins, Beschlagnahmen, Kapitalkontrollen und Bankinsolvenzen, wie man es in Griechenland und Zypern gesehen hat. Neueste Beispiele sind Portugal und Italien.“

Die bei der EZB geparkten Euro-Einlagen sind von Januar bis Dezember 2015 von 36,6 Mrd.€ auf 196 Mrd.€ in die Höhe geschossen. Shedlock illustriert mit einer Grafik die Ungleichgewichte im Target2-Zahlungssystem der EZB: Am höchsten im Minus ist Spanien – „höchstes Minus seit 2012“ –, Frankreich hat das höchste Minus seit 2011, und am anderen Extrem steht Deutschland mit dem höchsten Plus seit 2012 und Luxemburg sogar mit einem Rekordhochstand.

Besonders betroffen von der Kapitalflucht sind die italienischen Banken Monte dei Paschi di Siena (MPS) und Cassa di Rispiarmio di Genova (Carige), die als Bail-in-Kandidaten gelten. Zwei weitere Banken, Banca Popolare di Vicenza und Veneto Banca, sollen ihre Rücklagen in den nächsten Monaten erhöhen, um die Vorgaben der EZB zu erfüllen, aber es wird vielfach vermutet, daß sie das nicht schaffen werden.

Angesichts der drohenden Katastrophe haben bekannte italienische Ökonomen wie Luigi Zingales (Universität Chicago) und Paolo Savona (Ex-Chef des Einlagensicherungsfonds) die Regierung aufgerufen, eine Aussetzung der Bail-in-Regelungen zu fordern, ähnlich wie auchg andere EU-Regeln wie das Schengen-Abkommen ausgesetzt wurden. Das ist nicht falsch, reicht aber überhaupt nicht aus, denn das ganze System ist bankrott und muß durch ein ganz anderes Prinzip ersetzt werden.

Die einzige Lösung besteht in dem ganzen Paket der Glass-Steagall-Bankentrennung, der Schließung der Wall Street und der Schaffung alternativer Kreditmechanismen für die Ankurbelung der Realwirtschaft nach dem Vorbild Alexander Hamiltons, dem ersten US-Finanzminister, der Reconstruction Finance Corporation (RFC) unter Präsident Franklin D. Roosevelt und der KfW im Nachkriegsaufbau Deutschlands. Gleichzeitig müssen wir mit den Kreditinstitutionen der „Neuen Seidenstraße“, wie der AIIB, der NDB (New Development Bank) der BRICS-Nationen, um nur einige zu nennen, zusammenarbeiten – für ein Crash-Programm großer Infrastruktur- und Zukunftsinvestitionen, um die Weltwirtschaft wieder in Gang zu bringen. Dass wir dafür souveräne Währungen brauchen, und dies nicht mit dem Zwangskorsett des Euro funktionieren wird, ist ebenso klar. Also: jetzt runter von der Titanic des sterbenden Systems, das um uns herum zusammenbricht – die Alternative zum Chaos existiert!

Lesen Sie dazu auch: Die einzige Lösung für die Finanzkrise: die Wall Street sofort dichtmachen!

 

Quelle: Jetzt runter von der Titanic des sterbenden Finanzsystems!

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